Radio CV

Nicht von mir selber geschrieben, auch wenn es so aussieht ;-) Autor siehe unten.
MERCI beaucoup für die freundlichen Worte!!

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Francois Mürner, FM – Schweizer Pop-Radio-Pionier, Moderationslegende, Layout-Innovator, Popkultur- und  Nachwuchsförderer.

1974-78          FM produziert  mit seiner ersten Sendung «MUSIK AUS LONDON» auf DRS 1 die erste Deutschschweizer-Rockmusiksendung, die nicht nur Hitparaden-Pop spielt. Dazu ist die Sendung technisch in einem Londoner DJ-Studio produziert – die Arbeitsweise, die sich später auch bei allen Schweizer Lokalradios und Radio DRS etabliert. Er produziert für Musik aus London u.a. auch Science Fiction-Hörspiele, erfindet (s)einen einmaligen Moderations-Stil und interviewt zahllose Szene-Stars von Ringo Starr über die Sex Pistols bis zu Bob Marley für das Schweizer Publikum.

1978-83          Moderator, Produzent  und Entwickler von „Sounds“:

FM ist der erste Moderator bei Radio DRS mit eigener täglicher Sendung: In der Sendung „Sounds“ auf DRS 2. Er ist auch der erste Moderator, der in der Schweiz aus in einem DJ-Studio im Alleingang Sendungen produziert. In seinen DRS 2-Jahren nimmt FM den heutigen Swissness-Trend vorweg.  So haben u.a. mit Stephan Eicher, Yello, Krokus unzählige Schweizer Rockmusiker bei „Sounds“ ihre ersten Medienauftritte, lange bevor sie zu etablierten Stars werden.

1983-87          FM ist Mitglied des Gründerteams von DRS 3

FM bringt sein in London gewonnenes technisches Know-How ein. Er produziert fast alle DRS 3-Signete mit Boris Blank von Yello in der bis zu diesem Zeitpunkt im Radio noch nie verwendeten digitalen Sampling-Technik. Gleichzeitig ist er Moderator/Redaktionsleiter von SOUNDS auf DRS 3. SOUNDS reflektiert dort die Schweizer Jugend- und Rock-Kultur als Ganzes. FM nutzt als erster die bis dann unbekannte Kommunikationstechnologie – ein Vorläufer des Internets – die „Computer-Mailbox“, in der sich Hörer und Hörerinnen und Macher öffentlich via Computer austauschen. Musik: In seinen Sendungen spielt er z.B. Techno schon Jahre, bevor die Masse an der Streetparade dazu tanzt. Er nutzt live technische Entwicklung wie den Vocoder (Gerät, das Stimme mit Musik verbindet) oder den Harmoniser und gibt den Rocksendungen so einen einmaligen Touch.

1984                Tele-Preis für das Gründerteam der Radiostation DRS 3.

1987-99           Moderator/Redaktionsleiter der DRS 3-Morgensendung VITAMIN 3

FM prägt die Morgenprimetimesendung von DRS 3.  So stellt er bekannte Persönlichkeiten unter die „eiskalte Dusche von Behauptungen“, dann entwickelt er die erste Radio-Fortsetzungsgeschichte «Fax», bei der Hörer/innen bestimmen, wie Schweizer Autor/innen von Urs Widmer über Milena Moser bis Hansjörg Schertenleib täglich weiterschreiben! Diese Geschichten liest er in der Sendung jeweils live und spielt dazu Toneffekte ein, ein live Radio-Comix mit Witz und Niveau. Sein natürlicher, lebendiger, unprätentiöser Moderationsstil während den 12 Jahren Morgensendung prägt eine Generation von Nachwuchsleuten. Er schafft es jeweils mit wenig Mitteln, zu tagesaktuellen Themen den Nerv der Zeit zu treffen. Des Weiteren bringt er Spiele wie „Tango“ oder das Kult-Morgenspiel „ABCDRS3“ auf den Sender, mit dem Ziel intelligent aber mit viel Spielspass zu unterhalten.

1992                 Gewinner des international renommierten PRIX ITALIA
                         (Radio Oskar) 
für die Produktion von Radio-Signeten.  

1994                 Entwickler der ersten Jugendsendung “YoYo” von SR DRS.

1998-2003        Entwicklung und Umsetzung des Jugendradios «VIRUS» von
                         SR DRS

Ab 1999            Leiter «VIRUS – Radio neuste Generation».

VIRUS regt auf fast selbstverständliche Art zur Teilnahme am politischen Diskurs und zum persönlichen Engagement an. VIRUS setzt auf neue Musik aus dem populären und alternativen Bereich, vor allem spielt der Sender auch junge Schweizer Musik.

Der Sender ist neben der Funktion als radiophone Talentschmiede und Internet-Werkstatt unter seiner Leitung eine Ausbildungsstätte für junge Journalist/innen und Moderator/innen geworden, die heute in der Schweizer Medienlandschaft von Tagesch von SF über die grossen Lokalradios bis hin zu Samstagabendsendungen für frischen Wind sorgen.

2000                 Gewinner des «Prix Innovateur SRG SSR» für das Projekt VIRUS.

2003 – 2010     Leiter Moderation & Layout bei DRS 3:

FM sorgt für verbesserte Moderationsleistungen bei DRS 3. Führt regelmässige Airchecks und Coachings bei allen ModeratorInnen ein. Der Publikumsrat zur Moderation in DRS 3-Morgensendung vom Mai 2010: „Als stimmig und locker wird die Moderation wahrgenommen. Die Moderatorinnen und Moderatoren sind nach Ansicht des Publikumsrats gut vorbereitet und verständlich. Zudem werden sie als authentisch wahrgenommen.“

Er fördert und fordert sowohl die Stars wie auch die Newcomer:. Besonders wichtig ist ihm gezielte Aus- und Weiterbildung der arrivierten Moderations-persönlichen wie Nik Hartmann, Mona Vetsch oder Sven Epiney und  dem Radio-Nachwuchs in den Bereichen Moderation, sowie aller Stimmen, die an den Sendern auftreten.

Als Leiter Layout setzt FM konsequent auf Schweizer Know-How: Schweizer Audio-Designern, Musiker/innen und Sänger/innen prägen die eigenständigen DRS 3-Layouts der letzten Jahre.

Sendungen, die FM als Programm-Entwickler 2003 – 2008 realisiert hat:

-       Das Schweizer Samstagsnachmittagsspiel: „Uri Schwyz und Untergang”
-       Das Mittagsspiel um Wirtschaftsfragen: „SRF 3 macht es Büro uf“
-       Das witzige, schnelle Feierabendspiel: „SRF 3 oder nicht“
-       Das Konvergenzprojekt, die Talkshow „nachtwach“
-       Das Konvergenzprojekt SRF 3 Morgen auf SF2 „3 auf zwei“
-       Die Sonntagabend Sendung für Auslandschweizer/innen: „weltweit“
-       Die DRS 3 EM-Aktion „DRS 3 Traumgoal“
-       Die WM und EM Comedy “Oh-Ha! Oh wie Ottmar, Ha wie Hitzfeld”

2010-2013      FM erarbeitet die neuen Moderationsstandards

…. für Radio SRF 1, Radio SRF 3, Radio SRF Musikwelle, Radio SRF Virus und setzt diese zusammen mit den Teams um.

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Francois Mürner, FM steht seit knapp 4 Jahrzehnten mit seinem Engagement für Innovation, Qualität und Vielfalt. Sein Kultstatus als Moderator lässt leicht vergessen, dass er im Verlauf seiner Karriere für das Radio eine Vielzahl  technischer, formaler und inhaltlicher Innovationen erfolgreich realisiert hat. Er hat mit seinen Inhalten und Stil Generationen von Hörer/innen berührt und der Branche wegweisende Impulse gegeben. Er hat damit einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass Radio frisch bleibt und dass das Medium Radio in den Herzen der in der Schweiz lebenden Menschen über Generationen verankert ist.

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Robert Ruckstuhl, Bereichsleiter Radio, SRF